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Der Stop-and-Go Spielzug

Ein taktischer Spielzug, pre-flop callen und unabhängig davon, ob man getroffen hat, am Flop setzen. Ein guter Turnierspielzug, wenn man Short Stack ist.

Stop-and-Go ist ein Spielzug, bei dem man Pre-Flop callt, um dann bei jedem Flop zu raisen bzw. sogar All-In geht. Ziel dieser Taktik ist es, den Gegenspieler am Flop zum Aussteigen zu bringen. Ganz nach dem Motto: Wenn man nicht eine exzellente Hand hat, dann versucht man, den Pot ohne Showdown zu gewinnen.

So eine Spielweise ist oft im Spiel Small Blind gegen Big Blind zu beobachten. Der Small Blind callt den Big Blind und wenn der Big Blind checkt, wird der Small Blind am Flop in jedem Fall setzen, egal ob er den Flop getroffen hat oder nicht.

Bei Pokerturnieren wird dieser Spielzug gerne von den Short Stacks angewandt. Wenn ein Spieler mit Short Stack bei einem Turnier pre-flop von einem Gegner geraist wird, dann kann er den stop-and-go Spielzug anwenden: den Raise callen und dann bei jedem Flop All-In gehen und versuchen, am Flop den Pot zu holen.

Besonders in dieser Turniersituation ist Stop-and-Go Betting sinnvoll. Wenn der Spieler bereits pre-flop all-in geht, aber sein Stack nicht einmal für einen 4-fach Raise reicht, wird er garantiert gecallt. Wenn man im Turnier wenig Chips hat, wird das Spiel zu einem Überlebenskampf und am besten versucht man, die Pots kampflos zu gewinnen.

Wenn der Gegner, der pre-flop geraist hat, kein Pocket Pair hat, so wird er mit 60%iger Wahrscheinlichkeit am Flop nichts treffen. Darum ist es egal, welcher Flop kommt, gesetzt wird auf jeden Fall, und zwar nicht auf die eigene Hand, sondern gegen die Hand des Gegenspielers.

Beispielsweise sind bei einem Turnier die Blinds 300/600, Spieler A hat 12000 Chips, Spieler B nur mehr 3500. Spieler A setzt pre-flop mit A-K 1800. Spieler B könnte nun mit seinen 3500 Chips all-in gehen. Der Spieler mit A-K wird da aber sicher mitgehen und diese Runde könnte dem Short Stack das Turnierende bereiten.

Die andere Möglichkeit wäre der Stop-and-Go Spielzug. Spieler B callt den Raise pre-flop, um dann in jedem Fall beim Flop all-in zu gehen. Hier sieht man, dass es am Flop das Beste wäre, wenn Spieler B als erstes setzt. Dann geht er mit seinen restlichen 1700 all-in und der Spieler A wird, wenn er am Flop nichts getroffen hat, eventuell nicht mehr weiter in den Pot zahlen wollen und aussteigen.



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